Neuer Tag

 

 

Leise wandeln meine Schritte
über Berge - grüne Au,
auf den leuchtend bunten Blumen
glitzert noch der Morgen Tau.

Vögel schütteln ihr Gefieder
zwitschern einen Morgengruß,
breiten aus die kleinen Flügel
warm umhüllt vom Sonnenkuss.

Lieblich weiße Federwolken
ziehen als Herde mit dem Wind,
fröhlich wie die blauen Träume
still ein neuer Tag beginnt.

Und mir ward als müsst ich sterben
Schönheit der Natur erwacht,
tief in mir erklingt ein Sehnen
Glück aus meinen Augen lacht.

   
     

     

Abendgedanken

 

Schönes Land

 

Hoch oben auf dem Hügel
steh ich und schau ins Tal,
die Vögel Kreise ziehen
im letzten Sonnenstrahl.

Ich denke voller Sehnsucht
ein Vöglein möchte ich sein,
würde mich zum Himmel schwingen
bis hin zum Sternenschein.

Mit Wolken zärtlich spielen
den Windhauch sanft verspüren,
mit meinen weichen Flügeln
den Mond neckend berühren.

Die Sonne zart umkreisen
bis sie wird leuchtend rot,
und mahnend mit dem Finger
mir leise lachend droht.

In Bäumen würde ich schlafen
im Nest ganz kuschelweich,
und täglich fröhlich baden
im seichten grünen Teich.

So schau ich in den Himmel
sehe still die Vögel zieh'n,
den roten Ball der Sonne
als leuchtenden Rubin.

Blumen leuchtend bunt erblühen
auf des Wiesen grüner Au,
Vögel
fröhlich zwitschernd ziehen
hoch empor ins Himmelsblau.

Bächlein plätschert munter heiter
über
Stöckchen und auch Stein,
Rauchen das ist sein Begleiter
wie es fließt im hellen Schein.

Wie der Wellengang der Meere
wogen Felder sanft im Wind,
golden schimmert Kornes Ähre
zeigen das sie reif schon sind.

Sonne sendet warme Strahlen
nieder auf das schöne Land,
hohe Wälder noch umrahmen
alles wie ein grünes Band.

Staunend leise ich verweile
sauge
auf das schöne Bild,
um mich rum ganz ohne Eile
tummelt friedlich sich das Wild

 

   
     
 

 
     

Wasserfall

 

Schöner Tag

 

Von oben in den Bergen
hinab ins grüne Tal,
fließt ein kleines Bächlein
wird dann zum Wasserfall.

Ein Rauschen und ein Dröhnen
erreicht bald unser Ohr,
und wie ein feiner Nebel
spritzen die Tröpfchen hervor.

Wie ein kleines Wunder
vom Himmel uns begrüßt,
ein zauberhafter Bogen
der Sonnenstrahl ihn küsst.

Aus vielen leuchtenden Farben
als ob ein Englein malt,
erscheint ein Regenbogen
der bunt vom Himmel strahlt.

 

Der Himmel leuchtet im schönsten Blau,
auf den Blättern perlt noch der Morgen Tau.

Vögel begrüßen zwitschernd den sonnigen Tag
Schmetterlinge flattern mit sanften Flügelschlag.

Blumen entfalten zaghaft ihre Blüten,
Sterne schon lange am Himmel verglühten.

Fleißige Bienen schwirren summend umher,
Käfer
krabbeln über die Wiese kreuz und quer.

In der Ferne hämmert munter ein Specht,
Schwalben bauen Nester ganz Kunstgerecht.

Majestätisch der Adler seine Kreise zieht,
die Maus schnell in ihr Loch entflieht.

So begrüße auch ich diesen schönen Tag,
denn er wird so wie ich ihn gerne mag.

 

   
     
 

 
     

Gewitterangst

 

Kleiner Vogel

 

Wolken tief am Himmel ziehen
dunkelgrau wie eine Wand,
seht nur wie die Vögel fliehen
Regen überschwemmt das Land.

Blitze zucken hell und gleißend
begleitet von des Donners Hall,
Luft riecht stickig und auch beißend
Regen fließt wie ein Wasserfall.

Ängstlich stehe ich am Fenster
schaue zu wie es blitzt und kracht,
Wind peitscht Bäume wie Gespenster
Gewitter tobt mit aller Macht.

Möchte mich im Bett verkriechen
Decke hoch und Augen zu,
nicht mehr diesen Schwefel riechen
Sturm der singt sein Lied dazu.

Und so zittere ich und bebe
Angst macht sich im Herzen breit,
meinen Blick zur Decke hebe
Blitz erhellt die Dunkelheit.

 

Ein kleiner grauer Vogel
der hatte sich verirrt,
er flog hinein zum Fenster
oh je, er war verwirrt.

Da standen viele Sachen
die er noch nie gesehen,
auch hörte er Geräusche
konnte sie nicht verstehen.

Wo waren seine Freunde
das helle Sonnenlicht,
der weite blaue Himmel
er fand das Fenster nicht.

Ein kleines leises piepen
voll Kummer voller Gram,
erklang aus seiner Kehle
wo ist mein Vogelschwarm.

Da hört er seine Mutter
sie piepte komm hinaus,
so fand er seinen Weg
zum Fenster wieder raus.

 

   
     
 

 
     

Sonnenuntergang

 

Die Rose

 

Die Sonne schimmert rötlich
und möchte für Heute gehen,
sie sagt mit warmen Strahlen
uns nun Auf Wiedersehen.

Ich stehe auf dem Berge
schau runter auf den Fluss,
wie sinnlich heiße Lippen
fühl ich den Abschiedskuss.

Ein warmer Wind umweht
ganz zärtlich mein Gesicht,
streicht zaghaft durch die Haare
und flüstert weine nicht.

Ich schaue in den Himmel
da blinkt der Abendstern,
es ist als würde er sagen
ich habe Dich so gern.

Die Zweige in den Bäumen
bewegen sich im Wind,
die Vögel flüstern leise
geh schlafen ganz geschwind.

Ein letztes rotes Glimmen
dann ist verlöscht das Licht,
die Sterne und der Mond
sind nun das Himmelslicht.

 

In meinem Garten habe ich sie gesehen,
eine Rose erblüht ich könnte vergehen.

Mit Blütenblättern so weich wie Samt,
die ich behutsam nehme in die Hand.

Die Blätter grün glänzend und blank,
mit einem Stiel der ist gertenschlank.

Manche darf man nur sanft berühren,
sonst kannst Du ihre Stiche spüren.

Der Duft der Rose kann Sinne betören,
schenkt sie ein Mann will er Liebe beschwören.

Sie streckt die Blüten der Sonne entgegen,
will sich leise im Wind hin und her bewegen.

Meine Rose im tiefsten Rot erstrahlt,
im Laden man dafür viele Euros zahlt.

Darum darf sie weiter im Garten stehen,
damit ich mich an ihr kann satt sehen.

Die Blüten sich schließen in der Nacht,
wenn der Mond über die Rosen wacht.

Im Frühling wächst sie und gedeiht,
im Herbst ist sie dem Tode geweiht.

 

   
     
 

 
     

Joggen im Wald

 

Erzählende Regentropfen

 

Ich jogge wie immer durch den Wald dahin,
denke manchmal hat das leben noch Sinn.

Doch Heute ist es anders weiß auch nicht warum,
mein Gefühl sagt mir schau Dich doch mal um.

Erhebe den Blick in den Himmel ich schau,
der Heute erstrahlt im leuchtenden Blau.

Die Zweige der Bäume winken freundlich mir zu,
Vögel
in den Ästen trällern ein Liedchen dazu.

Doch plötzlich erstarr ich bleibe ruckartig stehen,
eine Wiese so lieblich habe ich noch nie gesehen.

Mit Tausenden Blüten die ganz weiß erblüht,
tiefer Frieden still in mein Herz einzieht.

Auf der Wiese tummeln sich viele Rehe,
auch Hasen und Füchse ich in Eintracht sehe.

Tiere die sonst große Feinde sind,
springen und tollen im warmen Abendwind.

Ich sinke in die Knie versuch sie zu locken,
die Hasen kommen nehmen die Brocken.

Sieh wie Licht und Schatten sich berühren,
könnte
ich Dich doch einmal hierhin führen.

In der Ferne schimmert silbern ein Fluss,
ich finde es schade das ich weiter nun muss.

Viele Gedanken im Kopf mir schwirren,
hoffendlich werde ich mich noch mal hierhin verirren.

 

 

Tausend kleine Regentropfen
leise an mein Fenster klopfen,
sie machten eine weite Reise
erzählen
Geschichten auf ihre Weise.

Von Engeln die im Himmel weinen
Tränen
die sich in Wolken vereinen,
bis Tränen der Engel eine Wolke gefüllt
der Wind sie mit seinen Armen umhüllt.

Dann treibt der Wind sie übers Land,
schiebt sie sanft an mit starker Hand,
dorthin wo viele Menschen wohnen
die wird der Regen nicht verschonen.

Wenn dann auch noch die Sonne scheint,
strahlend ein Regenbogen erscheint,
der leuchtend oben am Himmel steht
darauf ein Engel spazieren geht.

Dann sind sie glücklich die kleinen Tropfen
die leise an mein Fenster klopfen,
flüsternd
erzählen vom fernen Land
wo Engel regieren mit sanfter Hand.

 

   
     
 

 
     

Leuchtturm

 

Im Park

 

Winde wehen stürmisch
peitschen hoch das Meer,
verlassen sind die Strassen
die Strände Menschenleer.

So kommen erste Stürme
die Wellen voller Gischt,
und aus der weiten Ferne
leuchtet ein goldenes Licht.

Wie eine strahlende Fackel
zieht es die Schiffe an,
weißt sicher seinen Weg
dem alten Steuermann.

So wirbelt dieser Sturm
auch hoch empor den Sand,
verteilt mit aller Wucht
ihn übers ganze Land.

 

Friedlich und schweigsam mitten im Park,
umgeben von Blumen steht eine grüne Bank.

Die Zweige der Weide berühren sanft die Erde,
hell erscheint die Sonne auf das es Tag werde.

Tief am Himmel steht noch ein halber Mond,
schwach leuchtet ein Stern wo ein Engel wohnt.

Vögel schütteln ihr zerzaustes Gefieder,
strecken genüsslich in der Sonne die Glieder.

Auf den Blüten glitzert der Morgen Tau,
der Himmel erstrahlt im schönsten Blau.

Ein Schmetterling tanzt und flattert umehr,
ich finde es hier schön komme oft hierher.

So setze ich mich nieder mit Block und Stift,
beginne ganz fröhlich dieses kleine Gedicht.

 

   
     
 

 
     

Abendrot

 

Blumenkind der Sonne

 

Ganz oben auf dem Hügel
steh ich und schau ins Tal,
behäbig fließt der Fluss
im letzten Sonnenstrahl.

Ein sanftes rotes Glühen
erscheint am Himmelszelt,
als hätten all die Englein
es nur für mich bestellt.

Die Sonne geht nun schlafen
als roter Feuerball,
und aus der weiten Ferne
singt mir die Nachtigall.

Ein tiefer leiser Seufzer
aus meiner Brust erklingt,
dabei mir eine Träne
über die Wange rinnt.

Bis Morgen liebe Sonne
Dein Abendrot war schön,
ganz leise ich vor Wonne
noch einmal kurz auf stöhn.

 

Hoch über alle Blumen
blüht gelb das Sonnenkind,
reckt stolz empor die Blätter
wiegt glücklich sich im Wind.

Möcht Vögel spielend locken
mit Körnern braun wie Samt,
dass helle Licht der Sonne
ihr Haupt goldgelb entflammt.

Umsummt von vielen Bienen
schaut sie zum Himmel auf,
verfolgt mit einem Schmunzeln
der Wolken Dauerlauf.

Des Nachts im Licht des Mondes
wenn warme Winde wehen,
kann man auf ihren Blüten
die Sterne glitzern sehen.

Als Blumenkind der Sonne
ist sie uns Wohlbekannt,
darum wird sie hier auf Erden
die Blume der Freude genannt.

 

   
     
 

 
     

Abendwind

 

Feuerlilie

 

Mitten auf der Wiese
liege ich im Sonnenschein,
und fühle mich so glücklich
im Walde hier allein.

Meisen zwitschern fröhlich
hoch oben im Geäst,

auch höre ich leises Piepen
aus einem Vogelnest.

Über meinem Kopfe
tanzen mit dem Wind,
Tausend kleine Fliegen
lustig und geschwind.

Die Sonne lächelt freundlich
winkt mir noch einmal zu,
ganz rötlich ihre Strahlen
denn sie geht jetzt zur Ruh.

Der Mond ist aufgegangen
hat Sternchen mitgebracht,
der Tag neigt sich dem Ende
ganz langsam wird es Nacht.

Ich stehe auf und schaue
noch einmal übers Land,
und hebe voller staunen
zum Himmel hoch die Hand.

Ein warmer sanfter Windhauch
weht über mein Gesicht,
ich greife nach den Sternen
erreich sie aber nicht.

So nimm denn meine Wünsche
die tief im Herzen sind,
weh sie zu meinem Liebsten
Du warmer Abendwind.

 

Zwischen leuchtend hellen Sternen
rauscht ein Drache durch die Nacht,
Feuer sprüht aus seinen Nüstern
hört man wie er grollend lacht.

Landet lärmend auf der Erde
die vor Schreck sacht leise bebt,
als ganz plötzlich eine Stimme
weinend über Bäume schwebt.

Flüstert eine kleine Blume
lieber Drache ich habe Not,
schau doch meine großen Schwestern
ich wäre auch gerne leuchtend rot.

Zaghaft nimmt der große Drache
jenes Blümchen in die Hand,
und es schallt ein Lied der Liebe
freudig über das ganze Land.

Angehaucht vom Drachenatem
brechen sacht die Knospen auf,
und die schönste Feuerlilie
fliegt in das Drachenland hinauf.

   
     
 

 
     

Sonnenstrahlen

 

Blumenkind

 

Still erwacht ein neuer Morgen
Schlaf umhüllt mich noch ganz warm,
erste kleine Sonnenstrahlen
tanzen über meinen Arm.

Malen Kringel - sanfte Schatten
huschen aufgeregt umher,
doch der Weg aus meinen Träumen
ist für mich heut endlos schwer.

Höre Wellen leise murmeln
spüre Wind in meinem Haar,
riech das Salz des großen Meeres
sehe den Himmel blau und klar.

Möwen ziehen lachend Kreise
unter mir der warme Sand,
immer weiter möchte ich wandern
an dem weißen Traumesstrand.

Doch ein Sonnenstrahl zart neckend
küsst die Lider mir geschwind,
holt mich aus dem tiefen Schlafe
weil ein neuer Tag beginnt.

Mitten auf einer Wiese
steht traurig ein Blumenkind,
gesenkt ist der Kopf zur Erde
sein Flüstern erkling im Wind.

Ach , wäre ich doch etwas größer
dann würden alle mich sehen,
wäre meine Blüte doch schöner
jeder bliebe gleich stehen.

Wehmut schwingt in der Stimme
der Wind sie zum Himmel trägt,
als plötzlich ein goldenes Sternchen
sich stumm auf die Blüte legt.

Still fallen Mondesstrahlen
hüllen das Blümchen ein,
strahlend glitzert die Blüte
im leuchtenden Sternenschein.

Am nächsten frühen Morgen
die Sonne ist gerade erwacht,
da steht auf der grünen Wiese
die Blume in aller Pracht.

Goldrute will ich heißen
Schmerzen der Menschen heil'n,
ewig wird meine Blüte
leuchten im Sternenschein.

Leise fällt eine Träne
als schimmernder Morgen Tau,
still auf die grüne Wiese
der Himmel strahlt dunkelblau.

   
     
 

 
     

Regentropfen

 

Sturm über dem Meer

 

Leise klopfen Regentropfen
an mein Fenster in der Nacht,
flüstern zärtlich voller Freude
hör was wir Dir mitgebracht.

Grüße aus dem fernen Lande
wo die Traumeswiege steht,
die leicht schaukelnd in den Wolken
sich im Winde oftmals dreht.

Grüße von dem Regenbogen
den ein Engel still gemalt,
über dem der Mond sanft lachend
leuchtend hell vom Himmel strahlt.

Grüße aus dem Land der Elfen
die mit Feen Staub umhüllt,
sitzend in der blauen Blüte
manchmal einen Wunsch erfüllt.

Grüße von den kleinen Zwergen
die behüten einen Schatz,
und mit weißen Sternenflocken
tanzen über den Wiesenplatz.

Es erfasst mich stilles Sehnen
Flüstern dringt in meinen Traum,
mit den kleinen Regentropfen
schwebe ich über Zeit und Raum.

Meereswellen brausen wogend
Meterhoch den Strand hinauf,
wie ein feiner weißer Nebel
weht der Sand zum Himmel auf.

Brodelnd - stampfend zornig grollend
kocht das große weite Meer,
wo noch gestern Kinder lachten
ist der Strand nun Menschenleer.

Nur ein paar - verwegen - mutig
trotzen Wellen - Sand und Sturm,
stehen lachend in den Fluten
Arme reckend wie ein Turm.

Doch auf einmal wird es ruhig
Meer erstrahlt im Silberlicht,
leuchtend wie ein glatter Spiegel
keine Welle sich mehr bricht.

Nicht ein kleiner - leiser Windhauch
übern Strand den Sand verweht,
Sonne rot wie heißes Feuer
in dem Meer nun untergeht.

Dann erheben sich die Stürme
brausen nieder voller Macht,
und nicht eine Menschenseele
an dem Strand mehr freudig lacht.

   
     
 

 
     

Am Wegrand

 

Verführt

 

Am Wegesrand sah ich es stehen
ein kleines Blümchen ganz allein,
es leuchteten die blauen Blüten
im letzten warmen Sonnenschein.

Zaghaft berührten meine Hände
die grünen Blätter behutsam weich,
leise flüsternd erzählte das Blümchen
mir seinen Namen im Pflanzenreich.

Siehst Du meine kleinen Blüten
blau erleuchten im Sonnenlicht,
ich verrate Dir meinen Namen
der da heißt Vergissmeinnicht.

Glitzernd rollt mir eine Träne
langsam über das Gesicht,
als das kleine blaue Blümchen
flüsternd leise zu mir spricht.

In mir formen sich Gedanken
zieh'n wie Wolken mit dem Wind,
hin ins Land der ewigen Träume
wo die Menschen glücklich sind.

Ich wandere durch große Wälder
geh über Wiesen - grünen Klee,
sehnsuchtsvoll und leise seufzend
ruh ich mich aus an einem See.

Glänzend wie ein großer Spiegel
leuchtet er im Sonnenlicht,
um mich herum in hohen Bäumen
Licht und Schatten sich still bricht.

Zärtlich streicheln Sonnenhände
wärmend über meinen Arm,
sanfter Wind umfächelt kosend
mich mit seinem ganzen Charme.

Hier wo Ruhe tiefer Frieden
leise sacht mein Herz berührt,
werden Sinne wie auch Seele
still von der Natur verführt.

   

 

 

     
 

 
     

Der Kuss

 

Königin der Nacht

 

Der Mond hat still das Meer geküsst
die Wellen rauschten leise,
und langsam zog das Silberlicht
um Fische zarte Kreise.

Drang tief hinab zum Meeresgrund
ließ Muscheln glitzernd strahlen
begann mit sanfter Zauberhand
Korallen an zu malen.

Das Leuchten breitete sich aus
in silbernen Spiralen,
stieg überm Meer ganz hoch hinauf
wo Wolken hell erstrahlen.

Der Mond hat still das Meer geküsst
die Winde es sacht raunen,
und jeder Stern am Himmelszelt
sah zu mit großem Staunen.

Wenn Dunkelheit sich still ausbreitet
der Tag langsam zu Ende geht,
ein Stern hell strahlend golden leuchtend
neben dem Mond am Himmel steht.

Vögel sacht die Augen schliessen
Winde leise raunend weh'n,
rötlich schimmernd goldene Strahlen
von der Sonne sind zu seh'n.

Wenn Blumen ihre Köpfe neigen
ein Engel sanft den Schlaf bewacht,
dann verströmt sie süsse Düfte
Königin der Nacht erwacht.

   
     
 

 
     

Engelstrompete

 

Der Mond - Die Sonne

 

Einst kam vor hunderten von Jahren
in einer stillen dunklen Nacht,
ein kleiner Engel auf die Erde
der Mond hat still sein Licht entfacht.

Ein winzig kleines Samenkörnchen
entfiel des Engels sanfter Hand,
und schon erschienen tausend Sterne
am Himmel wie ein goldenes Band.

Es sprossen glänzend grüne Blätter
vom Silber Mondenschein umhüllt,
und gelbe - rote - weisse Blüten
haben mit Duft die Nacht erfüllt.

Still rollte glitzernd eine Träne
dem Engel über das Gesicht,
als sich das goldene Licht der Sterne
auf diesen Glockenblumen bricht.

Ein Ton erklang so süss und lieblich
der Engel schaute stumm gebannt,
so wird seit vielen langen Jahren
sie nun die Engelstrompete genannt.

Es war vor endlos vielen Jahren
der Tag wollte schon schlafen geh'n,
da sah der Mond in heller Wonne
die Sonne still am Himmel steh'n.

Er bat den Wind um seine Hilfe
weh bitte mich zur Sonne hin,
denn sie ist meine grosse Liebe
im wärmen eine Meisterin.

Es liefen eisig kalte Tränen
und schon erlosch der erste Stern,
der Wind nahm ihn in seine Arme
sprach leise ich hab Dich sehr gern.

Schon war er seiner Sonne Nahe
der Wind hat ihm den Wunsch erfüllt,
sie wusste nicht was da geschah
als sie der kalte Mond umhüllt.

Er küsste seine heisse Sonne
und sie versank in dunklem Rot,
seit dieser Zeit sehen wir Menschen
manchmal das schönste Abendrot.

   
     
 

 
     

Gewittertag

 

Die Rosen

 

Es türmen sich die grauen Wolken
ein Sturm kündigt sich brausend an,
Blitze zucken hell am Himmel
zieh'n magisch uns in ihren Bann.

Schon erklingt ein lautes Donnern
Bäume biegen sich im Wind,
Regen prasselt plötzlich nieder
Vögel fliehen ganz geschwind.

Tränen fliessen mit dem Regen
wie Flüsse in das grosse Meer,
Blätter wirbeln durch die Lüfte
und fliegen einfach wild umher.

Doch da ein helles goldenes Leuchten
die Sonne blinzelt still hervor,
ein strahlen bunter Regenbogen
schwebt leise durch das Wolkentor.

Still stehe ich und sehe staunend
ein Engel winkt mir lächelnd zu,
er sitzt dort oben auf dem Bogen
tief in mir ist nun sanfte Ruh.

Die Rosen haben spitze Dornen
doch Blütenblätter zart und weich,
Knospen die verströmen Düfte
im grossen bunten Blumenreich.

In roten - gelben - weissen Farben
im Frühling sie für uns erblüh'n,
doch manchmal in dem Sonnenstrahle
die roten wie die Liebe glüh'n.

Bienen sie ganz sanft umschweben
trunken taumeln sie umher,
summend ihre Flügel schwirren
der süsse Nektar macht sie schwer.

Drum breche die Rose nie im Scherze
lass einfach sie am Wegrand steh'n,
sonst wirst Du irgendwann im Leben
sie niemals mehr erblühen seh'n.

     
 

 
     

Kleine Schwalbe

 

Gewitter

 

Kleine Schwalbe flieg nach oben
grüss die Sonne und den Mond,
wenn du triffst den kleinen Engel
der auf einem Sterne wohnt.

Flieg hinauf bis zu den Wolken
lass dich tragen von dem Wind,
schwebe über alle Grenzen
lustig - fröhlich und geschwind.

Kleine Schwalbe flieg gen Süden
wo die Sonne golden glänzt,
ziehe Kreise hoch am Himmel
denn dein Flug ist unbegrenzt.

Über grosse grüne Wälder
weisse Berge - blaue Seen,
hintern Horizont und weiter
bis ich dich werd wiederseh'n.

Denn ein Jahr ist schnell vorüber
Tage ziehen wie der Wind,
werde lächelnd ich dich grüssen
Frühjahr hier bei uns beginnt.

 

Schwarze Wolken gross und düster
türmen sich am Himmel auf,
selbst die Sonne stille leuchtend
eilt davon im Dauerlauf.

Regentropfen prasseln wütend
auf das grüne Blätterdach,
sammeln sich zu einem Rinnsal
fliessen rauschend in den Bach.

Der die Arme weit ausbreitet
Wiesen - Felder überspült,
braune Erde mit sich reissend
alles um sich rum zerwühlt.

Blitze zucken hell am Himmel
bizzar erscheint ihr Lichter Schein,
hüllt die Häuser auf der Erde
schemenhaft wie Geister ein.

Laut erschallt ein tiefes Grollen
Donner schwingt sich mit dem Wind,
hallt weit über hohe Berge
bis es wieder neu beginnt.
 

   
     
 

 
     

Früher Morgen

 

Sommermorgen

 

Blauer Himmel - weisse Wolken
Welt erstrahlt im hellen Licht,
Sonnenstrahlen golden funkelnd
sich im Meere glitzernd bricht.

Vögel fliegen durch die Lüfte
mit dem Wind ganz schwerelos,
Sonne lächelt warme Strahlen
vom Firmament das grenzenlos.

Bäume recken hoch die Zweige
raschelnd wogt das Blätterdach,
Fische heben sacht die Köpfe
aus dem murmelnd klaren Bach.

Blumen öffnen ihre Blüten
Bienen summen hin und her,
neuer Tag fängt an zu leben
noch ist alles menschenleer.

Tau glitzert auf grünen Gräsern
atme tief ich Frieden ein,
eine Träne rinnt hernieder
leuchtend wie ein Edelstein.

Dämmernd kommt ein neuer Morgen
Nebel steigt vom See empor,
hinter grauen grossen Wolken
blitzt ein Sonnenstrahl hervor.

Bleich leuchtet des Mondes Sichel
Sternenlicht geht langsam aus,
ab und zu ertönt ein plätschern
Fisch schaut aus dem See heraus.

Erste Vögel ziehen Kreise
suchen Futter in der Luft,
Blumen recken ihre Köpfe
verströmen lieblich süssen Duft.

Wind bläst raschelnd durch die Blätter
schiebt die Wolken mit Gebraus,
über's Feld da eilt ganz munter
eine kleine graue Maus.

Dunkelblaue grosse Lücken
jetzt am Himmelszelt entsteh'n,
leuchtend rund die goldene Sonne
wir am Himmel endlich seh'n.

   
     
 

 
     

Königin der Nacht

 

 

Manchmal des Nachts hörst Du es wispern
wenn Mondlicht auf die Erde fällt,
der Wind die Bäume leise wiegend
zärtlich sanft im Arme hält.

Sich Tausend kleine Lichter weben
als Sternendach am Himmelszelt,
Wolkenpferde Funken sprühen
und ihr Schein die Welt erhellt.

Dann ist die kleine weisse Blume
aus tiefem Schlafe aufgewacht,
flüstert mit leiser zarter Stimme
für Dich erstrahl ich diese Nacht.

Bewunder heute meine Schönheit
nur einmal werde ich erblüh'n,
im ersten Licht der Morgensonne
wird Tau wie Tränen glitzernd glüh'n.

Verströme lieblich süsse Düfte
zeige Dir meine ganze Pracht,
dann schliesst sich stille meine Blüte
ich bin * Die Königin der Nacht *.

 
   
     
 

 
     

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