Der Sturm

 

   

Durch stürmische See
mit brausendem Wind,
kämpft sich das Schiff
ohne Sicht und Blind.

Ein Spielball der Wellen
die Meterhoch sind,
in die Tiefe gerissen
niemand weiß wer gewinnt.

Trotzt es dem Sturm
versucht zu entflieh'n,
die Planken des Schiffes
vor Schmerzen laut schrie'n.

So wird es geworfen
mal auf dann nieder,
der Sturm singt dazu
seine Grausamen Lieder.

Ächzend und bebend
sinkt es nun hinab,
gierig holt die See
es ins nasse Grab.

Wie kleine Lichter
steigen Seelen empor,
klagende Seufzer
erreichen unser Ohr.

Die Wogen sich glätten
die See hat gesiegt,
bis wieder ein Schiff
dem Sturm unterliegt.

 

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Geheimnisvolle Burg

 

Geheimnisvoll und mächtig
erhebt sich über dem Tal,
hoch oben auf dem Berge

die Burg ganz triumphal.

Der Wind erzählt mir leise
was auf der Burg geschah,
als man vor vielen Jahren
die Freifrau tanzen sah.

Sie schwebte auf den Zinnen
die Füße berührten kaum

die schweren alten Steine
sie tanzte wie im Traum.

Musik erklang von Ferne
erzählte von Liebe und Glück,
die Fackeln an den Wänden
warfen das Licht zurück.

Ganz in weiß gekleidet
umweht vom warmen Wind,
jauchzte sie aus lauter Freude
dort oben wie ein Kind.

Unterhalb der Zinnen
sah man den Rittersmann,
die tanzende kleine Freifrau
zog ihn wie magisch an.

Die Arme hoch erhoben
anmutig sie sich dreht,
bis plötzlich kalter Wind
sie von den Zinnen weht.

Doch in besonderen Nächten
wenn warme Winde wehen,
kann man die kleine Freifrau
dort oben tanzen sehen.

 

     
     
 

 
     

Die Tänzerin

 

   

Ich wandere wie manche Nacht
durch stille - enge Gassen,
und komme dann ganz unbedacht
auch auf Menschenleere Strassen.

Gedanken drehen sich im Kreise
in meinem Kopf herum,
gehe auf meiner einsamen Reise
schau mich auch nicht mehr um.

Vor meine Füße fällt ein Schein
ich bleibe lauschend stehen,
eine seltsame Melodie so fein
ich kann ihr nicht widerstehen.

Ein langsamer Schritt hinein in die Bar
der Rauch nimmt mir jede Sicht,
da tanzt ein Mädchen mit rotem Haar
in einem gold schimmerndem Licht.

Ich schaue sie an sie lächelt mir zu
meine Gedanken hören auf sich zu drehen,
Ihre Augen so grün ich find endlich Ruh
bleibe dann dicht vor Ihr stehen.

Die Musik ertönt wie kann es anders sein
ein Tango sogleich kocht mein Blut,
meine Arme erhoben sie schmiegt sich hinein
wir harmonieren im tanzen recht gut.

Die Hüften schwingend den Kopf hoch erhoben
so gleiten wir durch den Raum,
die Gäste lachen - klatschen und toben
wir kommen uns vor wie im Traum.

Liebe kleine Tänzerin
tanz mit mir heute Nacht,
in Deinen Armen das Glück erleben
bis hell die Sonne erwacht.

Viele kleine sinnlich Worte
flüsterte ich Ihr ins Ohr,
doch als der neue Morgen kam
entschwand sie einfach durchs Tor.
 

     
     
 

 
     

 

 

 

Mein Freund der Baum

 


Im Garten meiner Kindertage
da stand ein alter Apfelbaum,
in rosa weißen Blütenzweigen
erfüllte sich so mancher Traum.

Ganz oft saß ich auf einem Aste
die Tränen flossen wie ein Bach,
vereinzelt fielen Sonnenstrahlen
durchs dichte - grüne Blätterdach.

Dann hörte ich ein leises Rauschen
das wundersam mein Herz berührte,
und alle meine kleinen Sorgen
in die Unendlichkeit entführte.

Doch heute ist der Baum verschwunden
der einst mir half in meiner Not,
dass Land auf dem er einmal wohnte
leuchtet des Nachts in dunklem rot.

Ich höre noch die stillen Schreie
als man ihn in das Feuer warf,
dann fühle ich tief in meinem Herzen
die Klinge bohren spitz und scharf.

In mir da wirst Du ewig leben
mein treuer Freund der Kinderzeit,
hast zugehört und mich getröstet
mit Deinem  rosa Blütenkleid.

 

     
     
 

 
     

Nacht der Nächte

 

   

Heute Nacht sind alle Geister
wie von Zauberhand erwacht,
ziehen durch die dunklen Strassen
bis die Sonne wieder lacht.

Auf dem bunten Regenbogen
tanzt die Hexe mit dem Wind,
dreht sich in dem Sternenglitzer
gellend lachend und geschwind.

Nebelwände weiße Skelette
steigen kalt vom Meer empor,
Werwolf - schwarze böse Teufel
kriechen durch das Höllentor.

Kerzen leuchten in den Fenstern
hell wie Sterne in der Nacht,
und die Liebe zu den Wesen
aus der Hölle ist erwacht.

Ist sie da die Nacht der Nächte
Menschen bleiben lauschend steh'n,
um sie herum bizarre Geister
denn es ist heute Halloween.
 

     
     
 

 
     
     

 

 

Karneval in Venedig

 

Venedig die Stadt der Liebe
wo ewig die Sonne scheint,
sich leuchtend ein goldener Stern
des Nachts mit dem Mond vereint.

Auf dem Kanale Grande
die Gondel schaukelt im Wind,
in dem Palast des Dogen
die Menschen heut fröhlich sind.

Mit einer glänzenden Maske
tanzt eine Frau durch die Nacht,
klingend wie Tausend Glöckchen
hört man wie leise sie lacht.

Selbst auf der Seufzerbrücke
fröhlich ein Lied erklingt,
und man hört voller Freude
wie lieblich die Stimme singt.

Karneval in Venedig
heute sind alle gleich,
jeder trägt eine Maske
in diesem Narrenreich.

     
 

 
     
     

Vergessene Zeit

 

   

Hoch oben auf dem grünen Hügel
steht aus der längst vergessenen Zeit,
die Burg im sanften tiefen Frieden
nur Dunkelheit macht still sich breit.

Doch manchmal hört man noch die Ritter
Ruhm und Ehre war ihr Ziel,
sie kämpften oftmals für die Liebe
die Burg erstrahlt im Farbenspiel.

Dann flüstern raunend leise Stimmen
oh , holde Jungfrau hört mich an,
für Euch da brech ich meine Lanze
denn Ihr zieht mich in Euren Bann.

In Euer Anlitz voller Liebreiz
verliert sich still mein sanfter Blick,
ich neig mein Haupt hinab zur Erde
verharre stumm im Augenblick.

Die Hände werde ich Euch reichen
entführe Euch auf meinem Pferd,
und jeden der mit uns wird streiten
bekämpf ich mit dem goldenen Schwert.

     
 

 
     
   

Notre Dame d'e Auzils

 

Hand in Hand geh'n wir spazieren
frohen Mutes durch den Wald,
Wind weht brausend durch die Haare
Rauschen von den Bergen hallt.

Blaue Trauben locken leuchtend
uns vom Wege zu sich hin,
flüstern bald sind wir schon Rotwein
und verwirren Euren Sinn.

Lachend ziehen wir von dannen
steiler Weg den Berg hinauf,
neben uns murmelt das Wasser
folgt ganz einfach meinem Lauf.

Gräber rechts und links des Weges
stille bleiben wir nun steh'n,
um uns ruhig - stumm - besonnen
ihre Inschrift anzuseh'n.

Langsam rinnt uns eine Träne
als wir stehen vor dem Grab,
er war doch erst 16 Jahre
in dem tiefen Meer er starb.

In Gedanken tief versunken
klettern wir das letzte Stück,
sehr benommen voller Ehrfurcht
schauen wir noch mal zurück.

Atemlos hoch auf dem Gipfel
blicken wir auf's weite Meer,
hinter uns steht die Kapelle
heute ist sie menschenleer.

Doch am Eingang liegt ein Büchlein
stille schreibe ich hinein,
denn wir sahen einen Engel
leuchtend hell im Sonnenschein.

Der behutsam leise flüstert
ich beschütze jeden hier,
auch wenn Ihr hinab jetzt wandert
ewig bin ich neben Dir.


 

     
     
 

 
     

Gefangen

 

   

Gefangen in der Zwischenwelt
hallt lautes Klagen durch die Nacht,
der Nebelmond am blassen Himmel
in dieser Welt verzweifelt lacht.

Die Sonne wird hier niemals scheinen
nur schwarze Blumen still erblüh'n,
Nebel wabbert um die Bäume
in denen rote Augen glüh'n.

Es ist kein Leben und kein Sterben
zieht ruhelos der Geist umher,
schwebt traurig zwischen beiden Welten
um ihn herum ein Geisterheer.

Ach käme doch ein Licht vom Himmel
das sanft uns in die Arme nimmt,
doch leider ist es jenes Schicksal
das unser Dasein hier bestimmt.

     
     
 

 
     
   

Nacht der Geister

 

Vor der Türe steht ein Kürbis
fratzenhaft ist sein Gesicht,
tief in seinem hohlen Inneren
flackert still ein Kerzenlicht.

Wesen werden heut erwachen
Werwolf - Monster und Vampir,
um zu schrecken all die Menschen
sicher auch das kleinste Tier.

Siehst Du ihre Augen glühen
lache laut in dieser Nacht,
denn in ihnen stecken Menschen
und sie haben keine Macht.

Wollen an der Angst sich weiden
wenn Du wirst vor Schreck ganz bleich,
huschen durch die engen Gassen
zieh'n Dich in ihr kleines Reich.

Schau einmal auf den Kalender
dann wirst Du mich schnell versteh'n,
Heute ist die Nacht der Geister
denn dort steht doch * Halloween *

     
     
 

 
     

Gehst Du mit mir ?

 

   

Kennst Du den Ort wo in der Nacht
schon oft die Träume sind erwacht,
wo Deine Seele lächelnd weint
wenn Wort mit Wort sich still vereint.

Ein jeder sanft die Hand Dir reicht
der Kummer leise von Dir weicht,
Hektik und Stress Dich sacht verlassen
Sorgen am Morgen wie Sterne verblassen.

Ich reich Dir die Hand geh stille mit mir
hab keine Angst ich bin ganz nahe bei Dir,
dann schreibe dort nieder was Dich so bedrückt
aber auch von der Liebe alles was Dich beglückt.

Hier findest Du Frieden
vergeh'n wird die Qual,
komme gehe mit mir
ins Gefühl's - Portal.
 

     
     
 

 
     
   

Der Haubentaucher

 

Der Haubentaucher sprach verschmitzt
schau was ich habe heut stibitzt,
von einem Mensch der schwamm im See
danach trank er den kalten Tee.

Ein Stift mit vielen bunten Farben
der stille lag in einem Graben,
ein jeder ihn auch sicher kennt
und einfach Kugelschreiber nennt.

Ich klemmte ihn unter den Flügel
tauchte hinab zum Meereshügel,
malte geschwind nen halben Kreis
von meiner Stirn tropfte der Schweiss.

Als plötzlich eine Stimme dröhnte
der Gott des Meeres seufzend stöhnte,
schau wie die Farben aufwärts steigen
die Fische sich schon stumm verneigen.

Er zeigte auf mich mit dem Dreizack
worauf ich floh in wildem Zickzack,
schoss durch das Wasser mit Getöse
der Gott des Meeres war jetzt böse.

Stieg auf durch grosse Meereswogen
sah dann den bunten Regenbogen,
hoch über Wolken lautlos schweben
und Sterne die sanft zitternd beben.

Ein Mondstrahl küsste ihn entzückt
der Bogen strahlte still beglückt,
und spannte weit sich übers Meer
der Kugelschreiber ist nun leer.

     
     
 

 
     
     
     
     

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